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Bagosophie Autosponsoring ![]() Ereignet sich im Nachsinnen bagonalistischer Mehrschichtigkeit Sein? Nach Vermutung diverser Kompetenzen wird der Bagonalismus nicht gelesen, sondern löst sich das Bagonalistische im Leser aus: Das darin Wesende wird erlesen. Es geht weniger darum, das Gelesene zu zerdenken, vielmehr kommt es auf das sich Auslesende an sich an selbiges als das Schwebende im Schwersein unverständlicher Formulierungen zu akzentuieren, wodurch die Auslese akzeptabel wirkt. Das Volumen der Weigerung, dem angedachten Gedanken assoziatives Da-Sein zuzumuten, führt das Seinesgleiche zur Gewesenheit des eigenen Umfangs, wobei der Verdacht auf Nichts, nicht aus Urangst vor etwas als Gewißheit, wegzudenken gewesen wäre. Dembezüglich stellt sich die Frage, ob Bagonalistisches zu verdenken schwerer ist, als es nicht zu denken; ob es bagonalistischer wäre, das Gelesene nicht gelesen zu haben oder sich das Gedachte belesenerweise anzulesen. Nachsinnlich west die Antwort im Vordenken. Vordenken ist anfänglich die interne Gebärde, den zu denkenden Gedanken zu denken, als welcher sich danach seine Unverborgenheit zum Weiterdenken in das Seiende kontinuiert — es ziemlicht sich das Werdende an. Erdenke sich Sein aus dem Nachdenken hin auf die Ankunft des Tatsächlichen Inhaltes in Anbetracht seines zukünftigen Verstandenhabens, würde sich dem Leser bagonalstischer Inhalte sein Werden fragmentarisch im Dasein suksessiv ansetzen, wenngleich er da, Da als Ort in seinigem Sinne vom Sein absetzt, um es sein zu lassen, wenn sich schichtweise das Zusammengedachte selbst überläßt. Tatsächlich ist das Dasein im Bagonal-Gedachten über dem definitiv Formulierten zum Gedichteten luxuriös: Muß nicht Sein — Ist aber. Es ist ein Vorhandensein ohne zwingende Dringlichkeit. Im Sein des Denkens ereignet sich, innerhalb der Mehrschichtigkeit des Bagonalismus, ein Sosein des Empfindens, das sich im Bewußtwerden des Konsumenten weigerlich beweist, je weiter sich das Rezipierte entfaltet. Hier entschichtet sich Sein. Laubacher Feuilleton 6.1993, S. 1 Komplette Fassung aus Überall ist Laubach folgt.
Die Yeziden Von Arbil bis an den Zab sieht man kein einziges Dorf. Auf der anderen Seite des Flusses liegt aber ein Dorf namens Abd el asis, das zur Gänze von Leuten bewohnt wird, die man Jesidier nennt. Weil die Türken in ihren Ländern nur jenen freie Religionsausübung gestattet, die göttliche Bücher haben, also den Mohammedanern, Christen und Juden, sind die Jesidier gezwungen, die Grundlehren ihrer Religion geheimzuhalten. Sie nennen sich daher, wenn sie nach ihrer Religion gefragt werden, einem Mohammedaner gegenüber Mahammedaner, einem Christen gegenüber Christen und einem Juden gegenüber Juden. Wenn die Jesidier nach Mossul kommen, werden sie von der Obrigkeit, auch wenn man sie erkennt, nicht angehalten. Der Pöbel versucht bisweilen hingegen, sie zu prellen. So ein gemeiner Mensch beginnt über den Satan zu schimpfen, von dem die Jesidier glauben, daß ihn Gott eines Tages wieder in Gnaden aufnehmen werde, und die Folge davon ist, daß die Jesidier lieber alles, was sie angeboten haben, Eier und Butter zum Beispiel, zurücklassen, als mit anzuhören, wie ein Engel beschimpft wird. In den Gegenden allerdings, wo sie die Oberhand haben, darf niemand den gefallenen Engel Gottes beschimpfen, will er nicht verprügelt werden oder gar sein Leben verlieren. Die Jesidier werden von den Mohammedanern so verabscheut, daß Schafei, einer ihrer bedeutendsten Lehrer, es nicht einmal als böse Tat ansieht, wenn ein Muslim (Rechtsgläubiger) einen Dauasin (das ist der arabische Name für die Jesidier) tötet (um 1765). Carsten Niebuhr Aus: Düchting/Ates, Stirbt der Engel Pfau, Geschichte, Religion und Zukunft der Yezidi-Kurden, Edition Komkar, Köln 1992, S. 194f. Laubacher Feuilleton 16.1995, S. 6
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