Laubacher Feuilleton

Weltgeist in Laubach
«Kennen Sie Laubach? Nein? Also, Laubach ist ein rund 120 Einwohner zählendes Dörfchen. […] Die Blattmacher — Kulturjournalisten, Soziologen, Schauspieler — sind sich einig in der Meinung, daß die Tageszeitungen heute kaum mehr Feuilletons mit Texten produzieren, die außerhalb des aktuellen kulturellen Geschehens liegen. Dem wollen Sie mit dem ‹Laubacher Feuilleton› entgegentreten. […] Wahrlich, der Weltgeist weht in Laubach. Wer ihn auf diese Weise einatmen will, wird von dem sympathischen Blatt […] nicht enttäuscht sein.»

Heiner Stachelhaus | Neue Ruhr Rhein Zeitung | 14. Januar 1994

Biss und Witz, Lust und Anklage
«Das gibt es noch: eine Zeitschrift, die gegen alle marktgängigen Trends schwimmt, unbekümmert Vorgestriges mit Neuestem mischt — und dabei im Tiefgang aktuell bleibt. […] Neben den Beiträgen der Jüngeren verblüffen die alten Texte von Platon bis Mark Twain. Man erwarte kein nostalgisches Sammelsurium für Schöngeister. Nein, da wird aus oft wenig bekannter Literatur so aufmüpfig ausgewählt, dass Biss und Witz, Lust und Anklage über die Jahrhunderte oder Jahrzehnte hinweg mitten in unsere Gegenwart greifen. Bis jetzt demonstriert jede der acht Nummern, was das ist: journalistische Haltung als Verpflichtung zur Humanität, gehe es um die Solidarität mit Juden, um den behutsameren Umgang mit den neuen Bundesländern, um den Respekt vor (auch nicht genehmen) Denkmälern, um das Vorstellen von Kunstschaffenden.»

Annemarie Monteil | Basler Zeitung | 22. Februar 1994

(Beinahe) alles leisten ...
«... eine Zeitschrift, die im Impressum einen Chefkoch, eine Männerbeauftragende, ein Betriebskind aufführt und sie unter die Redaktionsmitglieder rechnet, die darf sich (beinahe) alles leisten.»

Roland H. Wiegenstein | Frankfurter Rundschau am Wochenende | 16. April 1994

Eiland der Intellektuellen im Meer des Mangels
«Die Mitarbeiter des ‹Laubacher Feuilleton› […] bergen in mühevoller ‹archäologischer Arbeit› die längst verschollen geglaubten Bruchstücke literarischen und philosophischen Gesteins und türmen sie aufeinander, um der Brandung des Banalen zu trotzen. […] Das jüngere Lesepublikum verweigert sich größtenteils der Laubacher Insel. Zu Unrecht. Denn Schätze birgt sie nicht wenige.»

Thomas Grasberger | Süddeutsche Zeitung | 17. März 1995

Liebe in der Gelehrtenrepublik
«Alles atmet den Geist einer kauzigen, wohl auch ein wenig elitären Gelehrtenrepublik, die zur eigenen Kurzweil und in durchweg geschliffenem Deutsch Fundstücke oder Sottisen […] austauscht. […] Die ‹Laubacher› sehen ihr Blatt in der Tradition der klassischen Feuilletons: eine Festung gegen den Unrat der Mediengesellschaft […]. Mit einem Wort: ein symphatisches Projekt aus der Provinz, dilettantisch im besten, klassischen Sinne.»

Martin Halter | Zürcher Tages-Anzeiger | 16. August 1995

Das Laubacher Feuilleton wurde nach 20 (Quartals-)Ausgaben im Dezember 1996 eingestellt.

Die Folge: Kurzschrift.
 
Sa, 11.10.2008 |  link | (4180) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: Inwendiges






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